Tipps und Reviews zu Zeichenmaterial
Wir testen regelmäßig Zeichenmaterial und wagen uns manchmal dabei zu filmen. Unsere Testurteile findet ihr bei unserer Comiczeichner Community auf unserer Comiczeichner Steady Website.

Welches Zeichenmaterial brauche ich?
Du willst Comics oder Manga zeichnen und weißt nicht welche Stifte, welches Papier oder technische Geräte man braucht? Dann bist du hier genau richtig. Wir haben eine Auswahl von Zeichenmaterial zusammengestellt. Dieses Zeichenmaterial wird von den meisten professionellen Comiczeichnern benutzt.
Besonders Nachwuchszeichner sind von der großen Auswahl an Stiften und Papiere überfordert. Teuer bedeutet nicht immer besser. Also aufgepasst, hier kommen die besten Comiczeichner Werkzeuge, die ihr hierzulande bekommen könnt – Comiczeichner Manga Stifte:
BLEISTIFT – die meisten Comiczeichner benutzen den Druckbleistift UNI KURU TOGA. Bei jedem Aufsetzen der Spitze rotiert die Mine um 1/8. So bleibt die Spitze immer fein. Man sollte auch eine Auswahl an klassischen Bleistiften haben. Am besten in der Stärke B, HB und H.

DRUCKBLEISTIFT MINEN – für den Druckbleistift braucht man Minen. Die meisten Comiczeichner benutzen normale und hellblaue Bleistiftminen von Faber Castell oder Pilot. Beliebt sind auch die blauen UNI Color Minen, denn sie sind leichter zu radieren und brechen nicht so schnell ab. Wichtig! Ihr müsst die passende Minenstärke zum Druckbleistift kaufen. Ein 0,7 mm Druckbleistift braucht 0,7 mm Minen. Warum Comiczeichner blaue Bleistiftminen benutzen, könnt ihr in diesem Video erfahren.
RADIERGUMMI – selbst NARUTO Zeichner Kishimoto und unsere liebe ehemalige Mangaka Niloo benutzen die MONO Radiergummis. Die besten Radiergummis, die man finden kann.

ANSPITZER –benutzt man einen Druckbleistift entfällt das Anspitzen, doch arbeitet man mit normalen Bleistiften, dann empfehlen wir einen elektrischen Anspitzer. Besonders in den Zeichentrickfilmstudios gehörten die elektrischen Anspitzer von DAHLE zum Standardwerkzeug.
PINSELSTIFT – der Kuretake No 33 Pinselstift macht unglaublich saubere und glatte Linien. Selbst ungeübte Hände haben leichtes Spiel mit dem Kuretake No 33. Beim tuschen ist dieser Pinselstift heutzutage nicht mehr wegzudenken.

FINELINER – viele schwören auf die Copic Multiliner SP, doch die meisten Profis benutzen die Pigma MICRON oder die ECCO Pigment Fineliner von Faber-Castell. Die Fineliner gibt es in verschiedenen Größen. Der Vorteil bei Copic Multiliner SP ist, man kann die Minen und Spitzen austauschen. So muss man nicht immer einen neuen Stift kaufen.

FEDER SPITZE – die meisten Comiczeichner arbeiten mit der Federspitze BRAUSE 511, oder ZEBRA G oder NIKKO Maru Pen. Diese Federn machen sehr feine Linien und haben einen guten Schwung.
Tipp für Anfänger: Es gibt ein günstiges MANGA Tusche Feder Set von Deleter. Es kostet ca. 10 Euro und beinhaltet drei verschiedene Federn, ein Federhalter und spezielles Manga Papier: Deleter Manga Starter Kit
TUSCHE – die Tusche INK von Pilot ist in Japan und hierzulande sehr beliebt. Eine sehr deckende und sehr schwarze Tusche ist die Zeichentusche von Rohrer & Klingner.

LINEAL – ein Geodreieck mit einem Raster ist bei Zeichnern die erste Wahl. Ein Kurvenlineal ist auch sehr hilfreich, besonders für Speedlines.
LEUCHTTISCH – Es gibt heutzutage unzählige Händler, die Leuchttische günstig anbieten und diese sind nicht mal schlecht. Ein Leuchttisch mit Ständer ist ziemlich praktisch. Oder lasst euch einen Leuchttisch bauen, dabei ist es wichtig gutes und augenfreundliches Licht zu verwenden. Die falsche Glühbirne kann euch die Augen kaputt machen!
PAPIER FÜR BLEISTIFT REINZEICHNUNG – für Skizzen reicht normales Fotokopierpapier. Viele Zeichner nutzen das Papier von Deleter für ihre Reinzeichnungen. Kleiner Tipp von uns. Bei ACTION gibt es oft gute und günstige Papiere.
PAPIER ZUM TUSCHEN – wer mit der Feder tuschen will sollte zu Bristol Papier greifen. Hier muss jeder Zeichner sein eigenes Lieblingspapier finden. Die Sache ist, das Papier verhält sich bei jeden Zeichner anders. Eine Menge Dinge übt auf das Papier Einfluss, selbst die Raumtemperatur. Aber probiert mal die Papiere Folia und LineArt 250 von boesner.
PAPIER ZUM KOLORIEREN – zum Kolorieren hat sich in den letzten Jahren das Papier Bamboo Mixed Media von Hahnemühle als sehr gut für Copics, Polychromos und Aquarellstifte bewährt, leider etwas teuer.
FARBSTIFTE – Copic Marker sind nicht nur bei Comiczeichnern und Illustratoren die Nummer 1. Wer etwas in Graustufen kolorieren möchte, ist bei Copicmarker gut aufgehoben.

FARBIGE TUSCHE – wer wasserfeste Farben braucht, der sollte zu Tuschefarben von Rohrer & Klingner greifen.
BUNTSTIFTE – die Polychromos von Faber Castell machen wohl die weichsten Übergänge und Farben liegen sanft auf dem Papier
TABLETT – bei WACOM seid ihr auf der sicheren Seite. Wer ein mobiles Gerät sucht, der sollte zum einem iPad pro greifen. Aber vergesst nicht den passenden Apple Pencil zu kaufen. Investiert lieber direkt ein paar Euro mehr, denn irgendwann werdet ihr so oder so eins der größeren und teuren Modelle brauchen.

GRAFIKPROGRAMME – An Photoshop, Clip Studio, ProCreate, SketchUp und InDesign kommt man als Comiczeichner heutzutage nicht mehr vorbei. Wer am Rechner zeichnen und tuschen möchte, sollte zu Clip Studio greifen. Clip Studio gibt es auch für das iPad Pro. Und nicht vergessen: Für die Nutzung dieser Grafikprogramme braucht ihr einen guten Rechner mit ausreichend RAM, großer Festplatte und einer guten Grafikkarte. Außerdem solltet ihr euch einen Tablet-Stift besorgen. Mit der Maus zu zeichnen funktioniert nicht wirklich, da es sehr umständlich ist und die Maus keine Druckstufen hat.
Diese Auswahl an Zeichenmaterialien wird von den meisten Comiczeichnern beziehungsweise Mangaka verwendet, doch jeder einzelne Künstler hat seine ganz persönlichen Favoriten und Vorlieben. Es gibt Zeichner, die beispielsweise sehr gern mit Eddings tuschen, während andere diese Stifte komplett ablehnen und lieber auf andere Werkzeuge setzen. Ihr selbst werdet im Laufe eures künstlerischen Lebens und Schaffens herausfinden, mit welchen Stiften und welchen Papiersorten ihr am besten arbeiten könnt und welche Materialien euch am meisten liegen. Falls ihr das Glück habt, einen gut sortierten Künstlerbedarfsladen besuchen zu können, bietet sich dort die wunderbare Möglichkeit, verschiedene Stifte und Papiere auszuprobieren und direkt zu testen. Zudem bieten viele Händler und Onlineshops oft kostenlose Musterblätter und Stifte zum Ausprobieren an, sodass ihr ohne große Kosten eure Favoriten entdecken könnt. ein Comic“ gut gefallen und geholfen. Gerne kannst du diesen Artikel verlinken oder teilen.
